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Eine Bodenbewehrung   Mörtelfreie Konstruktion

Die nunmehr 2200 Jahre alte Chinesische Mauer wurde als zweiseitige Stützmauer erbaut. Der sich zwischen den beiden Seiten befindende Füllboden ist ein Gemisch aus Lehm und Kies, der durch Tamariskenäste verstärkt ist. Stützmauern von Allan Block setzen „alte Technologien mit neuen Materialien“ um.


Chinesische Mauer

Chinesische Mauer

geogitter

Geogitter

Verbundwirkung

Verbundwirkung

Kunststoffbewehrte-Erde-Mauern - konzept

Sind Schwergewichtsmauern aus statischen Gründen nicht mehr möglich, können Geogitter eingesetzt werden, um die Standsicherheit der Mauer zu gewährleisten. Die Geogitter werden lagenweise zwischen die Allan Block Steine eingelegt und bilden mit dem Hinterfüllboden ein KBE-System – Kunststoff-bewehrte Erde. Die Länge der Geokunststofflagen sowie deren Lagenabstand ergibt sich aus der statischen Bemessung in Abhängigkeit der Zugfestigkeit der eingesetzten Geokunststoffe. Geokunststoff und Boden bilden einen Verbundkörper. In diesem Verbundkörper übernehmen die Geokunststoffe die Zugkräfte und die Bodenkörner leiten die Druckkräfte ab. Damit entsteht das KBE-Verbundsystem. Die Verankerung der Geokunststoffe an der Frontseite erfolgt zwischen den Allan Block Steinen durch Reibungs- und Formverbund. Die mit Schotter gefüllten Hohlkammern der Allan Block Steine garantieren einen flächigen Reibungsverbund mit dem Geogitter. Geokunststofftyp, Verankerungslänge und Lagenabstand werden in Abhängigkeit der Mauerhöhe, der äußeren Lasten und des eingesetzten Füllbodens berechnet. Siehe auch definitive Konstruktionszeichnungen.

Geogitter

Geogitter sind flächige Strukturen aus flexiblen Polymeren und in unterschiedlichen Größen, Strukturen und Festigkeiten verfügbar. Sie können auch aus hochzugfesten Materialien (PVA) hergestellt werden. Min. erforderliche Langzeit-Festigkeit (gemäß EBGEO) von 7,3 kN/m.


Referenz: Allan Block Engineering Manual

Geogitter

Geogitter

Verbundwirkung

Verbundwirkung

Verbundwirkung

Die mit Schotter gefüllte Hohlkammer der ALLAN BLOCK Formsteine garantieren einen vollflächigen Reibungsverbund mit dem eingesetzten Geogitter. Mit zunehmender Mauerhöhe garantiert die einzigartige ROCK-LOCK-Verbindung in Symbiose mit dem Mauergewicht die technisch und funktional bestmögliche kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen den ALLAN BLOCK Formsteinen und dem Geogitter.


Die ROCK-LOCK-Verbindung stellt eine kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen verdichtetem gebrochenem Korn des Schotters und den Maschen des Geogitters dar, wobei der Schotter durch Verdichtungsleistung die Maschen des Geogitters besetzt, und somit eine enorme Auszugssicherheit des Geogitters aus dem Schotter- und Mauerkörper erreicht wird. Dieses System ist einzigartig und nicht vergleichbar mit technisch wenig ausgereiften Systemen.

Zur näheren Information hierzu sichten Sie bitte die technischen Datenblätter, welche sich mit der Auszugssicherheit des Geogitters aus dem Schotter- und Mauerkörper und den Testergebnisses des Prüfberichtes zur Standsicherheitsprüfung unter Erdbebenbedingungen auseinandersetzen.

In Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Geogitter für das ALLAN BLOCK Mauersystem wurde das System auf Auszugssicherheit unter Berücksichtigung der Zugfestigkeit, des Dehnungsverhaltens und der Scherfestigkeit geprüft. Die Ergebnisse daraus sind den ALLAN BLOCK Produktunterlagen und dem ALLAN BLOCK Technik-Handbuch zu entnehmen.

Referenz: Allan Block Engineering Manual,Allan Block Spec Book, Allan Block Seismic Testing Executive Summary, ASTM D6638 Standard Test Method for Determining Connection Strength between Geosynthetic

Äußere Standsicherheit

Für Nachweise der äußeren Standsicherheit wird der Verbundkörper Allan Block/ Füllboden/ Geokunststoff als Quasimonolith betrachtet. Die Bemessung erfolgt für alle Nachweise der äußeren Standsicherheit wie für eine Schwergewichtsmauerkonstruktion.

Geländebruchsicherheit

Geländebruchsicherheit

Grundbruchsicherheit

Grundbruchsicherheit

Kippsicherheit

Kippsicherheit

Gleitsicherheit

Gleitsicherheit

Innere Standsicherheit

Der Nachweis der inneren Standsicherheit umfasst alle Nachweise, des Verbundsystems Geokunststoff/Boden. Hierbei sind die Nachweise gegen Versagen der Bewehrung und Herausziehen der Bewehrung zu führen. Des weiteren ist die Verankerung der Geokunststoffe an der Frontseite nachzuweisen. Die Nachweise der Gebrauchstauglichkeit sind zusätzlich zu führen (Verformungsnachweise der Konstruktion). Die Berechnung richtet sich nach EBGEO – Empfehlungen für Bewehrungen mit Geokunststoffen.

Inneren und gemischte Standsicherheit

Wenn die Gleitzone den anstehenden und den bewehrten Boden durchfährt, entsteht ein gemischte Bruchmechanismus.



Inneren und gemischte

Inneren und gemischte


Verformungsnachweise

Verformungsnachweise


Herausziehen der Bewehrung

Herausziehen der Bewehrung


Versagen der Bewehrung

Versagen der Bewehrung


Inneren und gemischte

Inneren und gemischte Instabilität entsteht, wenn eine Gleitbewegung durch die anstehende, bewehrte Erde und durch die Stützmauer geht.

Erhöhen Sie die Länge und Festigkeit, oder reduzier Abstände zwischen den Geogittern. Verwenden Sie einer bessern Füllboden.



Verformungsnachweise

Der Nachweis der Gebrauchstauglichkeit ist zu führen. Hierbei sind die Horizontal- und Vertikalverformungen der Konstruktion zu ermitteln.

Erhöhen Sie die Anzahl der Geogitterlagen



Herausziehen der Bewehrung

Das herausziehen der Bewehrung tritt ein, wenn sich die Geogitter aus dem Verbundkörper infolge mangelnden Reibungsverbundes lösen.

Vergrößern Sie die Einbindelänge



Versagen der Bewehrung

Ein Versagen der Bewehrung tritt ein, wenn die maximale Zugfestigkeit der Geokunststoffe überschritten wird.

Erhöhen der Geogitterfestigkeit oder Anzahl der Geogitterlagen



Referenz: Allan Block Engineering Manual, ASTM D6916 Standard Test Method for Determining the Shear Strength between Segmental Concrete Units, Task Force 27, In-Situ Soil Improvement Techniques, “Design Guidelines for Use of Extensible Reinforcements for Mechanically Stabilized Earth Walls in Permanent Applications,” Joint Committee of AASHTO-AGC-ARTBA, AASHTO, Washington, DC (1990)

Entwurfsfaktoren